An einen kühlen Novembermorgen im Jahre 1902 brach der amerikanische Präsident Theodore >>Teddy<< Roosevelt in Mississippi zu einem Jagdausflug auf. Er hielt sich im Süden auf, um einen Grenzstreit zwischen Mississippi und Louisiana zu schlichten und mit ein paar Freunden und Jagdgefährten ein wenig zu entspannen. Sie waren mitten im Bärenland, doch an jenem Tag ließ sich kein einziger blicken. Nach dem Mittagessen ging in der Gesellschaft das Gerücht, ein Bär sei gesichtet worden. Erregt brachen sie auf. Doch alles was sie fanden, war ein verängstigter kleiner Bär, der an einen Baum gebunden war. Der Präsident zeigte sich gekränkt und weigerte, sich den Bären zu erschießen, da dies nicht sehr sportlich sei und seine Kinder es ihm nie verzeihen würden. Als er wieder zurück an der Ostküste war , hörte der Karikaturist Clifford Berryman von der Washington Post von der Bewegung des Präsidenten. Am nächsten Tag erschien Berrymans Karikatur, die den Präsidenten zeigte, wie er einen kleinen, zitternden Bären tröstete. Die Überschrift “Grenzziehung  in Mississippi” bezog sich sowohl auf den Jagdzwischenfall wie auch auf den Grenzstreit. Der Cartoon gefiel den Lesern im ganzen Land und milderte das ansonsten strenge Bild vom Präsidenten. Berryman griff in seinen Roosevelt- Karikaturen immer wieder auf das Bild vom Bärenjungen zurück. Das Bärchen, das oft am Rande als Kommentator abgebildet war, wurde unter dem Namen “Teddys Bär” bekannt. In der Zwischenzeit war jenseits des großen Teiches, in Giengen in Deutschland, die an den Rollstuhl gefesselte Spielzeugmacherin Margarete Steiff damit beschäftigt, einen Plüschbären zu schaffen. Dabei hielt sie sich an die Skizzen, die ihr Neffe Richard, ein Kunststudent, von den Bären im Stuttgarter Zoo gemacht hatte. Obwohl Margarete mit dem Ergebnis ihrer Arbeit nicht zufrieden war, gefiel es Richard und der Leipziger Messe. Margaretes Spielzeugbär stieß bei den europäischen Käufern nur auf mäßiges Interesse, aber ein amerikanischer Großhändler kaufte sofort 3000 Exemplare und verdopelte seine Bestellung kurz darauf. Innerhalb eines Jahres machten sich mehr als 12 000 Bären auf den Weg in die Vereinigten Staaten. Findige Geschäftsleute wußten den Ruhm von Berrymans kleinem Bären zu nutzen und kündeten die Ankunft von”Teddys Bären, direkt aus Deutschland “ an. Dieser Werbeslogan wurde ein voller Erfolg, und die Nachfrage nach Bären stieg. Bald schon sprach man nur noch vom “Teddybär”, und dieser Begriff steht auch heute noch für Plüschbären aller Art. Es gibt unzählige Mythen über die Entstehung der Teddybären. Darunter findet sich auch die Geschichten von Morris und Rose Michtom, dem Gründern der Ideal Toy Company. Ideal brachte kurz nach Roosevelts Begegnung mit Meister Petz einen ähnlichen Bären auf den Markt. Es heißt, die Michtom hätten den Präsidenten um Erlaubnis gefragt, ihren Bären “Teddy” nennen zu dürfen. Angeblich hatte Roosevelt nichts einzuwenden. Allerdings konnte er nicht verstehen, wofür sein Name hier gut sein sollte. Obwohl es keinen Beweiß für die Richtigkeit dieser Geschichte gibt - die Briefe wurden nie gefunden -, ist es trotzdem schöne eine Anekdote. Der Teddybär entstand aus Roosevelts Bär ,Berrymans Karikatur und dem Plüschtier von Steiff. Seit seiner Erfindung im Jahre 1903 ist der Teddybär einer der beliebtesten Spielzeuge aller Zeiten, von Jungen und Mädchen gleichermaßen geliebt.

Diese Zitate von Bärenliebhabern aller Altersstufen fängt ein wenig von Teddys magischer Anziehungskraft ein. Der Teddybär ist ein Wesen voller Mitgefühl.

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